Heise Telepolis hat ja schon vor einiger Zeit berichtet das der verkauf von gebrauchten CDs für Privatleute wegen möglicher Urheberrechtsprobleme sehr teuer werden kann (siehe: http://www.heise.de/tp/r4/artikel/31/31043/1.html)
Nun ist ein weiterer Fall bekannt geworden bei dem der Verkauf einer legal erworbenen und gebraucht weiterverkauften CD zu massiven rechtlichen problemen führte, der Verkäufer wurde von einem Gericht dazu verurteilt 1.200 Euro Schadensersatz an den Käufer zu zahlen.
Denn auf der verkauften CD befand sich ein Kopierschutz-Trojaner von Sony der vom Virenscanner des Käufer als “rootkit.b” erkannt wurde. Daraufhin untersuchte der Käufer seine 3 PCs und setzte die Systeme auf den letzten Wiederherstellungspunkt zurück, erlitt dabei aber einen Datenverlust.
Dem Verkäufer wurde nun der Aufwand der Säuberung und Wiederherstellung sowie das Honorar des hinzugezogenen IT-Fachmann und dem Anwalt des Kunden in Rechnung gestellt.
Solange man nicht sichergehen kann das auf legal erworbenen Datenrägern kein DRM oder Kopierschutz-Trojaner enthalten sind sollte man besser vom Kauf und Verkauf von CDs abstand nehmen. Denn vor einigen Jahren setzte die Musikindustrie massiv auf solche illegalen Technologien um zu verhindern das die CDs kopiert werden können.
Das Übertragen der Musik von einer Kopiergeschützen CD auf einen Mp3player ist nach deutscher Rechtslage ohnehin verboten.
Aufgrund der restriktiven Gesetze die mich zu einem Straftäter machen wenn ich meine Legal erworbene Musik einer Kopiergeschützten CD auf Mp3 Player oder Festplatte kopiere und vor allem wegen dem unberechenbaren Risiko das von geschützten Datenträgern ausgeht habe ich schon vor Ewigkeiten beschlossen keine CDs mehr zu kaufen.
Es gibt schließlich genügend legale Alternativen in Form von Creative Commons lizenzierter Musik oder Internetradios wie Spotify bzw last.fm.
Details zu dem Fall findet ihr auf heise.de/tp:http://www.heise.de/tp/r4/artikel/31/31128/1.html


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