Heute Nacht wurde ich durch ein deutlich spürbares Erdbeben das 1-2 Sekunden andauerte um 3.39 Uhr aus dem Schlaf gerissen, Laut dem Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau Badenwürtemberg liegt das Epizentrum in der Nähe von Schopfheim im Landkreis Lörrach und hatte eine Stärke von 4.5 auf der Richter Skala. Der schweizerische Erdbebendienst geht hingegen von einer Magnitude von 4.3 aus.
Das Beben an sich war nicht außergewöhnlich, der Oberrheingraben gilt seit jeher als eines der Aktivsten Erdbebengebiete in Deutschland. Man denke nur an das große Basler Erdbeben von 1356 http://www.altbasel.ch/dossier/erdbeben.html auch aus römischer Zeit sind Erdbeben erwiesen, so gehen Archäologen davon aus das die östlich von Basel gelegene römische Kolonie Augusta Raurica um 250 n. Chr von einem schweren Beben zerstört wurde. (http://www.augustaraurica.ch/glossar/e/erdbeben.htm). Auch heute besteht in der Region noch ein erhöhtes Risiko da vor allem viele alte Gebäude nicht erdbebensicher gebaut sind. Ein gewisses Risiko geht auch von den rund um Basel angesiedelten Chemiefabriken aus, im Falle eines starken erdbebens könnten Chemikalien auslaufen und in den Rhein gelangen. Die größte Gefahr droht jedoch falls Atomkraftwerke wie das veraltete AKW fessenheim bdeschädigt werden und es zum Austritt radioaktiver Substanzen kommt.
Historische Quellen berichten das es 1601 nach einem durch ein Erdbeben ausgelösten Erdrutsch im Vierwaldstättersee sogar ein Tsunami entstanden ist(siehe:http://www.es.ucsc.edu/~ward/papers/Lucerne.pdf)
Trotzdem gibt es keinen Grund in Panik zu verfallen kleinere Erdbeben finden in der Region alle 1-3 Jahre statt, größere Katastrophen jedoch nur alle par hundert Jahre. Trotzdem wäre es schön wenn bald Technologien verfügbar wären die die Vorhersage von Erdbeben zuverlässig ermöglichen.
Update:
Laut Informationen des Landeserdbebendienstes liegt das Epizentrum nun bei Enkenstein in der Nähe von Steinen in einer Tiefe von 10 Kilometern, siehe PDF:
http://www.lgrb.uni-freiburg.de/led_pool/led_pool/images/09050529.mam.pdf
Weitere Informationen:
http://www.lgrb.uni-freiburg.de/led_pool/led_2_1.htm
Schweizer Erdbebendienst: http://www.seismo.ethz.ch/de/
U.S. Geological Survey:
http://neic.usgs.gov/neis/bulletin/neic_ggaf_l.html
http://earthquake.usgs.gov/eqcenter/recenteqsww/Quakes/us2009ggaf.php#details
Das “U.S. Geological Survey” lokalisierte das Beben bei folgenden Kordinaten +47° 41′ 35.52″, +7° 49′ 9.12″ hier auf google Maps:


Soweit ich weis gibts da doch im Schwarzwald irgendwo alte Berkwerke, vieleicht ein Gebirgsschlag ?
Wo sind denn in Basel die Bohrungen für die Geothermie? Da gab es doch schon ein Beben.
Ich glaube kaum das wieder etwas mit dem Basler Geothermieprojekt zu tun hat, die haben nach dem letzten beben ordentlichen Politischen Druck bekommen vrosichtiger vorzugehen.
Hallo Leute,
bedenkt doch mal welche Aktionen
zustande kommen, bei einem Beben
von 6,5.
Das alte Atomkraftwerk Fessenheim
liegt mitten im Bebenzentrum.
Ist ist angeblich bis 6,5 (Richter)
Erdbebensicher aber bei mind. 30km
Entfernung vom Epizentrum.
Das lässt Spekulationen zu!
Grüsse