Kandidatur für die Piratenpartei Lörrach

Ich habe mich als Kandidat der Piratenpartei zur Baden-Württembergischen Landtagswahl 2011 im Landkreis Lörrach für den Landtag aufstellen lassen. Da das Baden-Württembergische Wahlsystem im Gegensatz zu anderen Bundesländern keine Listen aufstellt, sondern nur 1 Stimme für die Wahl eines Kandidaten zulässt ist es unerlässlich das die Piratenpartei in allen Landkreisen kandidiert, um in Baden Württemberg flächendeckend wählbar zu sein. Da sich für Lörrach lange Zeit kein Kandidat finden lies habe ich mich als Kandidat beworben und wurde am 19 Juli im Rechberger Hof in Lörrach erfolgreich als Kandidat offiziell aufgestellt.
Als Ersatzkandidat wurde Frederic Baum aus Schopfheim (24, Informatik-Student der Universität Basel) gewählt. Er wird mich beim Wahlkampf zur Landtagswahl mit aller Kraft unterstützen.
Ich bin im Juli 2009 der Piratenpartei beigetreten da ich mit der Politik der regierenden Parteien im Bezug auf die Bürger und Freiheitsrechte sehr unzufrieden war und auch in den Parteien der parlamentarischen Opposition diesbezüglich keine echte Alternative gesehen habe. Zudem gefällt mir der basisdemokratische Anspruch der Piratenpartei sehr gut. In Baden-Württemberg können wir Bürger zwar die Möglichkeit alle 5 Jahre den Kandidaten einer Partei zu wählen haben danach aber relativ wenig Möglichkeiten im politischen Prozess aktiv zu partizipieren. Deshalb sehe ich den Handlungsbedarf die Bürger bei der Entscheidungsfindung miteinzubeziehen und direkte Partizipationsmöglichkeiten sowohl auf Landes als auch auf Kreisebene zu schaffen. Ich bin froh das ich die Piratenpartei die sich schon immer für mehr Demokratie eingesetzt hat nun Aktiv unterstützen kann.

Mein Benutzerprofil im Wiki der Piratenpartei: http://wiki.piratenpartei.de/Benutzer:CraWler

Wer Fragen hat kann mich via Mail erreichen: kehmax@googlemail.com

MfG

Max Kehm.

Vom Reis – Ein Kurzfilm über das Zinsystem

Kurzfilm der Filmakademie Baden-Württemberg über das Geldsystem, die Staatsverschuldung, Politik sowie der Machtverlust des Staates gegenüber den Kreditgebern. Schnitt u. Regie: Cristoph Lehmann

US-Army erhebt Anklage gegen Wikileaks Informanten

Die US Army erhebt nun Anklage gegen den Angehörigen des US Militärgeheimdienstes der das Video eines tödlichen US Hubschrauberangriffs gegen Zivilisten im Irak an die whistleblower Platform wikileaks weitergegeben hat. Wie es scheint mag es die US Regierung nicht besonders wenn die Beweise für ein Kriegsverbrechen öffentlich gemacht werden.
(s. http://www.golem.de/1007/76273.html)

Interessant ist auch das Whisteblower unter President Obama anscheinend härter verfolgt werden als under seinem Amtsvorgänger Bush, das Obwohl sich Obama im Wahlkampf noch für die Veröffentlichung von Geheimen Informationen stark gemacht hat sofern diese ein Verbrechen der regierung Dokumentieren, Obama:

“Die beste Informationsquelle über Verschwendung, Betrug und Missbrauch durch eine Regierung ist ein aktiver Regierungsmitarbeiter, der gewillt ist, seine Stimme zu erheben”

http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,699321,00.html

Paid Content scheint sich nicht zu lohnen

Der Medienunternehmer Ruper Murdoch hat sein versprechen seine webangebote auf Paid Content umzustellen wahrgemacht. Das Magazin “The Time” ist nun hinter einer “Paywall” verschwunden. Einzelne Artikel sind seit Anfang des Monats nur noch gegen Bezahlung zugänglich.

Den Usern scheint das nicht besonders zu gefallen, Laut Statistiken von Alexa ist die Zahl der Besucher der Seite inerhalb von Tagen auf einen Bruchteil des vorherigen Niveaus zusammengebrochen:Ein Deutlicher Hinweis darauf das klassische Bezahlmodelle im Internet wohl nie eine relevante Reichweite werden erreichen können. Ob die  Einnahmen die durch die wenigen Nutzer des Pay Angebots generiert werden ausreichend sind um den durch den Besucherschwund ausgelösten Rückgang der Werbeeinahmen wieder Wettzumachen darf bezweifelt werden. Wieder einmal zeigt sich das  Geschäftskonzepte aus dem letzten Jahrhundert im Internet nicht mehr erfolgreich sind. Anstatt den Kunden ein Produkt (Kopie der digitalen Zeitung/Artikel) zu verkaufen wäre es besser Dienstleistungen rund um das “Produkt” anzubieten. Zum Beispiel Community Funktionen oder Diskussionsforen die dafür sorgen das die Besucher länger auf den Seiten des Angebots bleiben und sich somit auch länger in Klickreichweite der Werbebanner aufhalten. Ob dies ausreichen würde den Niedergang der klassischen Medien aufzuhalten bleibt natürlich dennoch fraglich.

Elektronischer Reporter: Augmented Reality

Video vom Elektronischen Reproter über “Augmented Reality”

Ende des 20-ten Jahrhunderts dachte man, die Realität verschwände irgendwann im Netz. Falsch: Das Netz integriert sich in die physische Welt. Mittels Augmented-Reality-Anwendungen ist es möglich, unsere Welt mit Informationen aus dem Internet anzureichern. Die Wirklichkeit erhält so eine zweite Ebene aus Informationen. Moderne Mobiltelefonen, ausgerüstet mit GPS, Kamera, Kompass und einem Augmented-Reality-Browser, sehen wo wir uns aufhalten und zeigen uns dazu passende Informationen an, beispielsweise die Geschichte eines Denkmals. Aber auch Angaben zu Personen aus sozialen Netzwerken oder Werbung lassen sich einblenden.

Video von: http://www.elektrischer-reporter.de/elr/video/208/

Eine Ramdisk unter Linux erstellen

Unter umständen macht es Sinn Datenbanken und Anwendungen die die Festplatte überproportional belasten in einer Ramdisk laufen zu lassen um so die Festplatte vor unnötigen Lese/Schreib Operationen zu entlasten und so die Systemperformance zu erhöhen. Unter Linux geht das mit einem kleinen Befehl der mit Root Rechten ausgeführt werden muss:

mount -t ramfs -o size=1000m ramfs /home/user/Desktop/myramdisk

“size=” gibt dabei die Größe der Ramdisk in MB an, in diesem Fall 1 Gigabyte.

Als Alternative zu ramfs bietet sich das tmpfs an, das eine Hybridform aus ramdisk und festplattenbasierten Swap darstellt, siehe: http://de.wikipedia.org/wiki/Tmpfs

Freie Musik wird immer erfolgreicher

Das Freie Musikporatl Jamendo hat mitlerweile über 36457 Alben unter freien Lizenzen veröffentlicht, das scheint mir ein Zeichen dafür zu sein das das Konzept freier Musik auch unter den Musikern zunehmend an Popularität gewinnt. Für die Altbackene Musikindustrie könnten solch freie Alternativen früher oder später zu einem ernsten Problem werden. Denn für die klassichen Musikkonzerne besteht nun das Risiko das sie zunehemend ihre Gatekeeper funktion einbüßen und die Kontrolle über den Markt verlieren.

http://www.jamendo.com


Vor diesem Hintergrund verwundert es auch nicht das einige Verwertungsgesellschaften die angeblich die Interessen der Musiker vertreten wollen Geld sammeln um Aktionen und Lobbyarbeit gegen freie Lizenzen zu finanzieren. Anscheinend sind die freien Alternativen mitlerweile so erfolgreich das sie von den Vertretern der großen Konzerne mitlerweile als so gefährlich betrachtet werden das sie bekämpft werden müssen.

http://www.wired.com/threatlevel/2010/06/ascap-assails-free-culture-digital-rights-groups/

Schweiz: Fichenaffäre 2.0

Pressemitteilung der Schweizer Piratenpartei:

Vor gut 20 Jahren rüttelte der Fichenskandal die Schweiz auf. Bundespolizei und -anwaltschaft hatten zusammen mit der kantonalen Polizei beinahe eine Million Beobachtungs-Karteikarten, Fichen genannt, angelegt. Betroffen waren Personen und Vereine die meist dem linken Umfeld nahestehend waren. Die Registrierung geschah ohne rechtliche Grundlagen, notabene1.

Aus Karteikarten sind Datensätze geworden, aber ansonsten hat sich seither anscheinend nicht viel geändert. Denn laut dem Bericht2 der Geschäftsprüfungsdelegation (GPDel) des Parlaments schnüffelt der Inlandgeheimdienst (DAP) noch immer den Bürgern hinterher. So sind inzwischen im Staatsschutzinformationssystem (ISIS) wieder 200’000 Akten angelegt worden. Es ist schwer zu verstehen, wie man fast 200’000 Menschen in der Schweiz bespitzeln muss – wovon mindestens 80’000 einzig und alleine deshalb registriert sind, weil sie die „falschen“ Personen kennen. Im ISIS dürfen Informationen abgespeichert werden, wenn „ihre Bearbeitung der Bekämpfung von Terrorismus, verbotenem Nachrichtendienst, gewalttätigem Extremismus oder verbotenem Technologietransfer dient“3. Diese Verdachtsmomente sollen also ”auf jeden 40. Schweizer Bürger” zutreffen. Beängstigend. Wo sind denn all die Terroristen und Extremisten?

Gemäss GPDel ging es der DAP nicht um Qualität, sondern vorrangig um Quantität – eine seriöse Überprüfung der Daten fand nicht statt. „Je mehr, desto besser“ lautete die Devise offenbar. Fichiert wurden nicht bloss wie die ISIS vorschreibt staatsgefährdende Personen, sondern auch solche, die sich beispielsweise für Entwicklungsländer engagieren4.

Die Geschichte der staatlichen Datensammelwut zeigt ein ernüchterndes Bild. Während der Kreis der fichierten Personen stetig ohne grössere Probleme erweitert werden konnte, hatte man mit der Qualität der Informationen mehr Mühe. Auch bei der schweizerischen geheimdienstlichen Datensammlung scheint in diesem Fall die Qualität auf der Strecke geblieben zu sein. Nach dem Motto „Qualität statt Quantität“ können Fichen nicht funktionieren, wenn man sich schon die zweifelhafte Aufgabe stellt, solche anzulegen. In diesem Lichte kann die Kritik vieler Medien, dass „die Geheimdienste nichts gelernt haben“, auf zweierlei Weise verstanden werden: Haben sie nicht gelernt, keine Fichen anzulegen? Oder haben sie es versäumt, die Fichen weniger schlampig zu führen? Schon allein dass wir uns diese Frage stellen müssen, zeigt die fehlende politische Kontrolle. Das muss schleunigst geändert werden.

Der Fichenskandal 2.0 scheint nicht die Ausmasse von vor 20 Jahren zu erreichen. Das Gefahrenpotential von solchen Datenbanken ist aber stetig gewachsen. Heute können Daten blitzschnell mit anderen Datensätzen verknüpft werden – umso schlimmer, wenn dann noch viele Daten schlicht fehlerhaft vorliegen. Sensible Daten über Privatpersonen müssen daher einem hohen Schutz unterliegen und dürfen nur Verwendung finden, wenn im Sinne des Bevölkerungsschutzes keine andere Möglichkeit bleibt. Ein Eingriff in die Privatsphäre darf nur als letztes Mittel ergriffen werden.

Die Piratenpartei Schweiz ist erfreut, dass die Geschäftsprüfungsdelegation transparent informiert hat. Geheimdienste verlieren ihre Legitimität mit jedem weiteren solchen Fall. Man muss sich fragen, warum die Polizei offenbar gefährliche Personen nicht im Auge behält. Es entsteht der Eindruck, dass sich die Mentalität des Geheimdienstes seit der Fichenaffäre nicht verändert hat, höchstens die gesellschaftlichen Umstände. Früher wurden die Linken fichiert, heute Leute die soziales Engagement zeigen oder einfach „die falschen“ Bekannten haben.

Nun müssen die Konsequenzen aus dem wiederholten Versagen des Geheimdienstes gezogen werden. Die derzeitigen Fichen sind wertlos. Daher ist die Datenbank aufzulösen. Alle aktuell fichierten Personen müssen vollständig (ohne geschwärzte Abschnitte) über die gespeicherten Daten informiert und diese Daten vollständig gelöscht werden. Für jede zukünftige Datensammlung durch den Geheimdienst müssen detaillierte gesetzliche Grundlagen geschaffen werden. Es müssen sehr schwerwiegende Gründe vorliegen, um jemanden zu fichieren. Und wenn keine neuen Erkenntnisse vorliegen, müssen Einträge auch automatisch wieder entfernt werden – inkl. Benachrichtigung der betroffenen Person. Datenbanken dürfen nicht einfach in den Himmel wachsen, sonst steht bald jeder Bürger unter Verdacht und hat seinen eigenen Datensatz beim DAP.

Youtube: Javazone, NET vs Java

Trailer für den neuen Kinofilm für Nerds ;)

Das Leistungsschutzrecht, Demokratiegefährdende Klientelpolitik

Bei der Diskussion um das sogenannte “Leistungsschutzrecht” beschränkt sich die Kritik meist darauf das dies eine nicht Marktkonforme quasi subventionierung der Medienbranche sei das das jetzige Urheberrechtsystem völlig ausreichend sei um die Werke von Journalisten schützen. Desweiteren steht ja nicht zu unrecht die Befürchtung im Raum das solch eine Ausweitung der Rechte für die großen Verlagskonzerne zu einer massiven Behinderung für freie und unabhängige Blogs werden könne. Dem stimme ich voll zu, dennoch ist dies für mich gar nicht mal der Hauptkritikpunkt an dem Vorhaben von FDP/CDU.

Vielmehr fürchte ich Konsequenzen für die Qualität der Politischen Berichterstattung der Massenmedien die durch die Einführung eines “Leistungsschutzrechtes” zusätzliche Millioneneinnahmen zu verbuchen hätten. Was glaubt ihr wohl über welche Parteien Springer und Bertelsmann in Zukunft Positiv berichten werden ? über jene die ein “Leistungsschutzrecht” wollen oder über jene die dagegen sind.
Leute wacht auf, hier geht es mehr als um Urheberrechte und die Benachteiligung von Bloggern. Hier geht es darum das Partei und Medieninteressen zu einem unheiligen Monster verwachsen. An dem Zeitpunkt an dem die ökonomischen Interessen der Medien Gegenstand der Politischen Diskussion werden braucht man keine neutrale Berichterstattung mehr zu erwarten. Daher nichts geringeres als vertrauenwürdigkeit unserer Presselandschaft steht hier auf dem Spiel.

Mal ganz davon abgesehen das die Blogger die oftmals nicht weniger arbeiten und nicht schlechtere Artikel schreiben als die “Qualitätsjournalisten” bleiben außen vor und werden nicht an den Zahlungen beteiligt. Da sich die etablierte Politik nichts von den Bloggern und anderen alternativen Medien erhofft bzw diese im Gegensatz zu den Millionenschweren Verlagshäusern mit ihren gut bezahlten Lobbyisten (noch) nicht die Macht besitzen ihre Interessen durchzusetzen werden sie einfach übergangen.
Die Möglichkeit die sich für jeden Bürger ergibt Informationen jeder Art und Artikel im Internet zu veröffentlichen sorgt natürlich für die etablierten Medien eine unliebsame Konkurrenz im Kampf um die Aufmerksamkeit der Leser. Die Politik muss sich nun imklaren sein zu wessen gunsten sie sich entscheidet, für die Kapitalinteressen der Großen Industrie oder für die Bürger die das Internet für ihre gesellschaftliche und politische Partizipation nutzen wollen.